31.03.2023 – Tag 32

Eine Runde um den Waldsee … das geht immer.

Leni ist ja vor nix fies: Wasser noch kalt, trotzdem rein. „Wieso? Ihr habt doch vor einer Woche auf Sommerzeit gestellt …?! Also ist Sommer!“
„Jetzt mache ich es mir mal so richtig gemütlich …“

29.03.2023 – Tag 30 – Ultraschall

Es gibt ja so Tage, da will die Zeit nicht vergehen. Wir haben bis 17:00 Uhr warten müssen. Ich war ganz cool, also wirklich. Keinerlei Anzeichen von Aufregung … oh nein …

Leni war erst gut drauf. Nach einem Tag im Büro gefällt es ihr natürlich, wenn der Feierabend beginnt und endlich wieder Bewegung in Frauchen kommt. Aber als sie dann merkte, dass Tierarzt angesagt ist, fand sie das doof und wollte lieber weg. Ich aber nicht. Wir sind dann also rein und haben unsere neue Tierärztin kennen gelernt. Sehr nett und kompetent. Prima!

Nach Smalltalk ging es dann auf den Tisch, bissi Fell am Bauch weg rasiert, damit das Ultraschallgerät gut aufliegt und dann …… „Uih! Da ist aber ganz schön was los!“ höre ich von gegenüber. Die Tierärztin spricht die erlösenden Worte. Wirklich! Leni ist tragend! Und sie findet einen, noch einen und noch einen …. und da ist auch noch einer … Ich könnte hüpfen vor Freude. Geht aber nicht, muss Leni stützen.

Man kann schon das Herzchen schlagen sehen. Ein kleines großes Wunder!

Ich muss mich bei Leni entschuldigen: Sie wollte mich gar nicht verulken, sie ist wirklich nur Fell und Knochen … mit dem Bauch voller Welpis 😉

28.02. bis 28.03.2023 – Tag 1 bis Tag 29 – Harte Zeiten

Ich muss gestehen, ich versuche Leni seit der Deckung üüüüberhaupt nicht zu beobachten und schon gar nicht nach Anzeichen einer Trächtigkeit zu suchen. Grund: Letzten Sommer war ich aufgrund Lenis Verhalten total überzeugt, dass die Deckung erfolgreich war und wir bald Welpen erwarten würden. Sie benahm sich trächtig hoch Zehn … ich hätte mit jedem gewettet … Aber leider, leider hat der Eindruck getäuscht und Leni hatte nicht aufgenommen.

Diese Erfahrung war mir eine Lehre!

Dieses Mal gucke ich einfach weg! Und ich höre weg! Leni wird seit dem Tag der Deckung jeden Tag anhänglicher, schmusiger … sie piept und jammert … wirft sich andauernd auf den Rücken und zeigt mir ihren Bauch … und Huuuuunger hat sie plötzlich soooo dolle. Aber ich bleibe tapfer! Ich lasse mich dieses Mal auf nichts ein! Ich erkläre ihr, Bauch streicheln ist ok, hier und da ein Leckerchen auch noch – aber ich lasse mich nicht wieder auf’s Glatteis führen! Nein!

Es sind harte Tage! Für uns beide!

„Frauchen, siehst du denn nicht, dass ich nur noch Fell und Knochen bin? Meine Nase ist auch schon ganz blass … „

19.03.2023 – DCK BZG West-Frühjahrestreffen in Hilden

Heute sind wir nach Hilden zum DCK Bezirksgruppen-Frühjahrestreffen gefahren. Es war richtig, richtig viel los! Die neuen Bezirksgruppenleiter Brigitte Normann und Ilona Presh haben einen furiosen Einstand gegeben: Über 120 Menschen und ca. 60 Hunde waren angemeldet. Wie viele nun letztlich auch wirklich gekommen sind, weiß ich noch nicht aber … ES WAREN VIELE!

Leni ist zu Hause geblieben. Eventuell wäre es etwas stressig für sie gewesen, so viele Hunde auf einem Haufen. Man steckt ja nicht drin, also lieber piano! Ich wollte die hoffentlich trächtige Leni nicht überfordern. Und Phine durfte auch nicht mit, denn ich wollte eventuelle Interessenten nicht durcheinander bringen. Wenn Phine ein schwarzer Pudel wäre, sähe man auf den ersten Blick, dass sie kein Kooiker ist. Aber Phine könnte man für einen „abgebrochenen“ Kooikerzwerg halten. Bitte keine Missverständnisse, Phine bleibt heute also lieber daheim.

Ich habe mich sehr gefreut, viele liebe Kooikerfreunde wieder zu treffen. Unter großem „Hallo!“ und „Du hier?!“ begrüßte man sich. Alle genossen es, sich endlich wieder analog, live und in Farbe wieder zu sehen.

Es war prima organisiert: Strecke nicht zu lang, Namensschilder für alle angemeldeten Teilnehmer (Name, Züchter oder Deckrüdenbesitzer, Interessent … sowas alles – sehr schön übersichtlich). Weg durch den Wald (artig an der Leine wegen Brut- u. Setzzeit), später aber eine große Wiese erreicht, die man für den Freilauf nutzen konnte. Herrlich!

Wir auf der großen Freilaufwiese: Lotta vorne, die riesen Kooikertruppe im Hintergrund.

Die Rüden hatten die üblichen Rangeleien, denn beieinander „Stehen“ ist für viele Hunde nicht gut zu ertragen und Aggressionen keimen auf. Besser also immer in Bewegung bleiben. Da sind die allermeisten Hunde gut verträglich. Und Kooiker unter sich haben ja schon mal eine gemeinsame (Körper)Sprache und das merkt man. Die Verständigung klappt meist ganz gut. Manchmal muss natürlich der eine oder andere Kooiker von seinen Leuten reglementiert werden, aber im Grunde verlief alles harmonisch.

Es wurden viele Gruppenfotos gemacht und ich glaube, es wird auch ein Videosequenz geben. Diese verlinke ich dann, wenn sie auf der DCK-Seite verfügbar ist.

Pietje mit Frauchen Nadine waren übrigens auch da. Pietje erkannte mich und erinnerte sich an den großen Spaß, denn er immer hatte, wenn ich zum Decken da gewesen war …. Also wollte er direkt mal mit dem Kooikerdame, die ich dieses Mal an der Leine hatte schmusen … aber Lotta fand den aufdringlichen Burschen nervig. „Was will der Kerl? Das ist doch wohl …!“ Sie gab ihm also direkt Bescheid, dass er sich ja wohl in der Haustür vertan hätte und er sich gefälligst verziehen solle. Da sind Hündinnen ziemlich klar: zweimal, dreimal zicken, und der Drops ist gelutscht. Keine Fragen mehr. Rüden kriegen von Hündinnen einen auf den Deckel, verstehen das ziemlich schnell und suchen sich halt ein neues Hobby. Natur eben. 😉

Ich habe wieder viele sehr nette Gespräche geführt. Es war lustig, interessant, anregend. Man hat sich gegenseitig Tipps gegeben, Kooikererlebnisse erzählt oder vom letzten Urlaub mit Hund berichtet … oder auch getröstet, dass zum Beispiel die Pubertät vom Kooikerjungspund irgendwann vorbei sein wird … ganz, ganz sicher! 🙂

Am Ende des Spaziergangs fing es an zu regnen, aber so ist das halt manchmal. Das kennen wir ja alle. Schön durchnässt kamen wir am Restaurant an. Brigitte und Ilona hatten schon entsprechend reserviert. Alle die wollten, sind dann rein und haben noch ein wenig beisammen gesessen. Ich für meinen Teil bin nach Hause. Wir waren zum einen reichlich nass geworden und ausserdem wollte ich Leni nicht so lange alleine lassen.

So sitzen wir also jetzt zu dritt einträchtig auf der Couch und verdümmeln den restlichen Sonntag.

Leni muss jetzt erstmal wieder bei Frauchen „auftanken“.

Liebe Brigitte und Ilona: Vielen Dank für Eure Orga. Hat mir sehr gut gefallen. Ich freu mich auf das nächste Mal. Dann mit ein paar Kooikern mehr am Band!

27.02.23 – Love is in the air

Morgens war Leni schon viel netter zu Pietje. Er war sehr lieb und hat sie umworben, geflirtet und bemühte sich aus Leibes Kräften … aber sie blieb lieber weiterhin Prinzessin und ließ sich noch eine Weile anbeten.

Sie konnte es jedoch nicht mehr allzu lange verbergen: Sie wollte es eigentlich auch. Nur die Natur, … die brauchte halt noch ein paar Stündchen.

Endlich … wir waren nach einer Pause mittags wieder gekommen … kam es zu einer ersten kurzen Deckung, allerdings ohne Hängen.



(Hängen: damit das Ejakulat des Rüden auch tatsächlich in die Hündin gelangt, bleiben Hunde immer eine Weile verbunden, bis der Schwellkörper des Rüden abschwillt und die Hunde sich wieder trennen können. Je länger das „Hängen“, desto größer die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Deckung. Allerdings bestätigen Ausnahmen die Regel. Es kann auch große Würfe geben, obwohl die Hunde quasi gar nicht gehangen haben. Natur halt.)


Nachmittags dann aber schnackelte es richtig: Leni machte Pietje immer wieder an und forderte ihn auf, bloß jetzt nicht müde zu werden. Pietje glückte es trotz des Größenunteschieds von fast 4 cm der Vollzug. Eine Deckung auf Zehenspitzen – gar nicht so leicht! RESPEKT! Hängen von ca. 10 Minuten.

Der tapfere Kerl! Das hat er großartig gemacht!

Wir halten die Hunde während des „Hängens“, damit sie sich nicht auseinander reißen und es zu Verletzungen kommt.

26.02.2023 – ein Date mit Folgen

Der Winterschlaf ist nun endgültig vorbei! Ziemlich pünktlich ist Leni läufig geworden. Juhu!

Am Sonntag, dem 26.02.23 war Leni schon ziemlich wuschig und hat Lotta und Phine immer wieder bedrängt. Die beide fanden das zunächst nicht weiter tragisch – endlich mal richtig was los an so einem dösigen Sonntag. Aber im Laufe der Zeit ging ihnen Wirbelwind Leni dann doch auf den Keks und sie machten ihr klar, dass es nun auch wirklich reicht. Sie blufften Leni an und ließen sie links liegen. Das fruchtete auch … ca. 3 Minuten. Dann sprang Leni wieder auf und flirtete mal Lotta, mal Phine an – heftig und schier unermüdlich. Die beiden hätten am liebsten ihre Körbchen gepackt und wären zum Nachbarn geflohen. Aber das ging nicht, da wohnt ja schon eine Katze und die will keine Hundehaare im Haus.

Aber Leni war nunmal schon in Stimmung. Sie konnte nicht mehr entspannt in der Sonne liegen. Die Hormone trieben sie voran – läufig halt.

Also sind Leni und ich schon mal zu ihrem „blind date“ gefahren. Es war Sonntag und glücklicherweise hatten alle Beteiligten Zeit. Es war rechnerisch zwar noch nicht ganz so weit mit ihrer Läufigkeit, aber sie benahm sich schon ziemlich kirre. Und bevor wir zu spät zum Rüden fahren, fahren wir doch lieber etwas früher – man weiß ja nie.

Leni fand Pietje SOFORT toll! Und Pietje war auch auf den ersten Blick hin und weg. Leni duftete schon so betörend, dass er kaum noch zu bremsen war.

Pietje: Leni hat ihm den Kopf verdreht!

Die beiden spielten und flirteten heftig – aber jedes Mal, wenn Pietje Leni die Pfote oder den Kopf auf den Rücken legte, sprang sie doch noch weg und pampte ihn an.

Na gut, dann ist es doch noch nicht der richtige Tag. Aber es war trotzdem ganz eindeutig, dass es nicht mehr lange dauern würde. Dann würde Leni Pietje dulden und sich von ihm decken lassen.

Wir sind dann wieder nach Hause, damit sich beide erholen konnten und hatten uns für den nächsten Tag morgens verabredet.

Leni war am Abend schön müde und entspannt … aber ich dafür aufgeregt. 😉

Irgendwann im Herbst 2022

Wir haben uns entschieden!

Auf der Suche nach dem neuen Deckrüden habe ich mich gut umgeschaut – und da fiel mir ein schicker, junger Deckrüde auf, der ganz frisch seine Zuchtzulassung hatte:

Rose´s Dutch Dicer v.d. Toetensteijn

Er gefiel mir auf Anhieb! Er hat alles, was ich mir vorstelle und ich bin sicher, es werden richtig hübsche Welpen!

Pietje ist total freundlich, weiß aber was er will. Im Moment überkommt ihn schon mal die Pubertät, aber da müssen ja alle durch. Pietje wohnt mit seinen großen Kumpel Massai zusammen, einem Rhodesien Ridgback-Rüden (ebenfalls Deckrüde), und lernt von ihm alles, was man als echter Rüde so braucht: Seinen Mann stehen und souverän alle Hundesachen klären. Ok … Nadine und Knut bringen dem Kooiker vielleicht auch das eine oder andere bei. 😉

Rose´s Dutch Dicer v.d. Toetensteijn, genannt Pietje