Vom Welpen bis zum erwachsenen Hund

Erst sind sie einfach nur tapsig und süß. Einem Babyhund verzeiht man einfach alles. Dann geht es in die Welpengruppe, Hundeschule, zu Hause etablieren sich auch alle wichtigen Regeln, die für ein harmonisches Zusammenleben wichtig sind. Mit ca. 8 Monaten meint man: Top! Alles geschafft! Hund und Mensch – tolles Team!

Und dann – über Nacht – hat man plötzlich ein Minimonster an der Leine. Der Mensch versteht die Welt nicht mehr. Wieso hört der Hund plötzlich nicht mehr? Wieso macht er nur noch ärgerlichen Quatsch? Die Antwort von den Wissern auf der Hundewiese: „Er will seine Grenzen austesten. Nun muss sofort dem Hund zeigen, wer der Herr im Haus ist, sonst wird er für immer und ewig unerzogen bleiben!“

Diesen Punkt erreicht jeder Welpenbesitzer. Das ist völlig normal. Vergleichbar mit der Pubertät von Teenagern sehen sich Menscheneltern – und eben auch Hundeeltern – plötzlich mit einer Hausforderung konfrontiert. Und das Motto dann: In der Ruhe liegt die Kraft. Konsequent und klar bleiben, durchaus auch mal eine ordendliche Ansage machen, aber die Grundeinstelung sollte nach wie vor freundlich und liebevoll bleiben. Irgendwann ist diese Phase vorbei und wir haben einen großartigen Partner an der Seite. Ok, es gibt mehrere „solche Phasen“, aber da kommt ihr gemeinsam mit eurem Junghund und auf die gleiche Weise durch.

Alles graue Theorie? Klar, irgendwie schon. Man braucht halt Nerven. Wenn man das als erfahrener Hundeführer schon oft „durch hat“ (so wie ich), schreckt einen solch eine Phase nicht mehr, aber ich gebe zu: Es kommt auch für mich jedes Mal plötzlich und ich muss mich immer wieder neu einstellen.

Es handelt sich um eine Aneinanderreihung von Entwicklungsphasen, die völlig normal sind. Kein böser Wille. Kein Plan, die Herrschaft zu übernehmen. Alle Synapsen im Hundegehirn spielen plötzlich verrückt und alles bis dahin Gelernte ist einfach weg, vergessen? Nein, nur verschüttet.

Quelle Dieses Diagramm mit freundlicher Genehmigung von „Schule für Mensch und Hund – Nicole Storjohann“

Da kann man als Neuling definitiv verzweifeln.

Professionelle Hilfe und offenen Erfahrungsaustausch bieten wir vom DCK unseren Welpenkäufern durch ein besonderes Angebot: Unser Online-Teamsmeeting „Vom Welpen bis zum erwachsenen Hund“.

Für all unsere Welpenkäufer ist unser DCK-Angebot kostenlos. Wenn Sie anderweitig einen Welpen gekauft haben, können Sie sich trotzdem sehr gerne bei unseren Obleuten melden und sich den Zugangslink geben lassen, ebenfalls kostenlos.

Hier geht es zu weiteren Informationen auf der DCK-Homepage. >>>

Der VDH zur Umsetzung TierSchHuV

In der aktuellen Verbandszeitschrift „Unser Rassehund“ bezieht der VDH Stellung zum derzeitigen Stand der Auslegung und Umsetzung des Tierschutz-Hundegesetztes.

Warum wird dieses Thema derart kontrovers diskutiert? Und warum kommen wir alle nicht weiter? Denn niemand will „Qualzuchten“, wir wollen alle gesunde Hunde, die ein langes, schmerzfreies und zufriedenes Leben bei ihren Familien führen können.

Leider hat die Rassehundezucht der letzten Jahrzehnte Modeströmungen zu sehr nachgegeben. Übertypisierung hat dazu geführt, dass manche Rassen durch übertriebene Zuchtziele „aus dem Lot“ geraten sind. Extremer Kleinwuchs, extremer Großwuchs, Kurzköpfigkeit, hervortretende Augen, Haarlosigkeit oder extreme Faltenbildung führen zu gesundheitlichen Einschränkungen, Leid und Schmerz. Aber diese Zeiten sind vorbei. Der VDH arbeitet schon sehr lange mit den angeschlossenen Zuchtvereinen und deren Züchtern dagegen an. Das geht nicht von heute auf morgen, denn Zucht ist ein Prozess, der seine Zeit braucht. Die TierSchHuV verfolgt dasselbe Ziel. Deswegen ist nicht zu verstehen, warum es keine Zusammenarbeit gibt, denn nur gemeinsam – die unter dem Dachverband VDH agierenden Rassehundezuchtvereine und deren Züchter und die Gesetzgebung – können das gemeinsame Ziel erreichen. Andernfalls – und so entwickelt es sich derzeit – wird die kontrollierte Rassehundezucht behindert, ja sogar VERhindert.

Das im Moment vorherrschende Vakkum fördert die unkrontrollierte Vermehrung durch Schwarzzüchter und Dissidenzvereine. Das kann doch nicht das Ziel sein?! Das IST auch nicht das Ziel! Aber GENAU DAS ist der Kollateralschaden, den das völlig verquere Vorgehen der ausführenden Stellen verursacht.

Eigentlich wollen wir alle dasselbe, aber leider ziehen nicht alle an einem Strang, und schon gar nicht in dieselbe Richtung.

Um für alle Interessierten Licht in das Wirrwarr zu bringen, hier der Beitrag des Herrn Bartscherer, Geschäftsführer und Justiziar VDH. Mit freundlicher Erlaubnis des VDH veröffentliche ich hier an dieser Stelle seine Artikel, Stand Mai 2026.




Selbstverständlich ist es ehrenwert, Tierschutzhunde aufzunehmen (extra importiert oder heimische Hunde) und unsere Tierheime zu entlasten, aber erstens kann das nicht jeder leisten und zweitens will das auch nicht jeder. Rassehundezucht ist unverzichtbar!

Übrigens ist die landläufige Meinung, Mischlingshunde seien gesünder, mittlerweile widerlegt. Es gibt keine Garantie, dass Defektgene nicht vererbt werden. Es leben jede Menge kranke Mischlingshunde in unseren Familien, die das Pech haben, die „falschen Gene“ geerbt zu haben. Vom Leid dieser Tiere und den horrenden Tierarztrechnungen spricht niemand. Solche unbequemen Wahrheiten passen nicht ins Bild und sind nicht populär.

Es ist wie so oft im Leben: Wir brauchen beides!

Einfach mal entspannen

Heute ist der 15. Tag nach der Deckung. Lise ist sehr anhänglich und kuschelt gerne. Warum auch nicht? In ihrem Bauch passiert ja jetzt eine ganze Menge. Das ist anstrengend und da muss man als werdende Kooiker-Mama viel Schlafen und braucht viele Streicheleinheiten.

Lise kuschelt sich gerne an und genießt die Aufmerksamkeit.

Ich sitze auf der Couch und streichele Lise den Bauch, da wandert mein Blick nach draußen in den Garten. Und was sehe ich da?

In der Zwischenzeit war es Mitbewohnerin Phine offensichtlich zu langweilig. Und sie sah auch nicht ein, wieso ich die Rinderbeinknochen hoch gelegt habe. Obwohl sie mit ihren 14 Jahren eigentlich nicht mehr gerne springt, hat sie einen Weg gefunden und fröhnt nun ihrem Hobby … FUTTERN!

Phine kann eine „gewisse kriminelle Energie“ nicht abstreiten. Und stören läßt sie sich auch nicht.

Dogs & Fun 2026 Messe Dortmund

Und wieder waren wir dabei: Der DCK begrüßte wieder viele Kooiker-Interssierte auf einer der größten Hundemessen in Europa, der Dogs&Fun, an unserem neuen Messestand.

Yvonne (links) und Beate (rechts) warteten am ersten Tag voller Vorfreude auf die ersten Besucher.

Kooikerhondje wurden an allen drei Tagen ausgestellt, daher kamen sowohl am Freitag, als auch am Samstag und Sonntag viele Besucher, die sich für das Nederlandse Kooikerhondje interessierten.

Später haben wir den Stand etwas umgebaut und noch offener gestaltet. In der Mitte unsere Sitzinsel mit Teppich. Hier konnte man sich bequem auf Kooikerhöhe hinsetzen, sich ausführlich unterhalten und gleichzeitig Kooiker kraulen.

Wir hatten an allen Tagen regen Andrang. Der Sonntag war dieses Jahr der stärkste Tag. Unser Messeteam beriet alle Besucher eingehend und beantwortete sämtliche Fragen zur Rasse, zu den Besonderheiten und zum Erwerb eines Kooikerhondje-Welpen. Außerdem ließen sich unsere messeerfahrenen Kooiker gerne betrachten, fotographieren und kraulen.

In unserer Sitzinsel fühlten sich alle wohl: Mensch und Kooiker.
Lotta läßt sich geduldig fotographieren. Könnte ja ein Leckerchen dabei raus springen … 😉
Wir waren quasi ständig im Gespräch.
Pira (links) und Lotta (rechts) genießen eine Verschnaufpause.
Die kleine Nelly (9 Monate) hat uns besucht. Anfänglich war sie etwas aufgeregt, aber später hat sie sich entspannt und beruhigt ein Schläfchen gemacht, während ihre Leute einkaufen gegangen sind.
Besuchshündin Nelly (ehemals Daggi) und Lotta warten, ob nicht mal langsam ein Leckerchen abfällt. Da sie das laute Getöse und die vielen fremden Menschen geduldig ertragen, ist eine Belohnung ja nun wirklich langsam mal fällig.
Meine liebe Züchterfreundin Beate van Schelve ist ebenfalls Mitglied im Messeteam. Sie hatte dieses Jahr ihre Kooikerhündin Pira dabei.
Kooikerrüde Merlin und sein Herrchen haben am Messestand alles gegeben und viele Gespräche geführt.
Zwischendurch mal eine Pause für Mensch und Hund.
Ich im Beratungsgespräch mit einer interessierten Familie.
Lotta ist mit ihren 13 Jahren ein erfahrener Messeprofi und hat den Trubel genossen!
Liebe Vereinsfreunde waren gern gesehen Gäste.

Es waren wieder wunderbare Tage! Es hat uns sehr gefreut, dass wir so vielen Familien unsere Kooikerhondje vorstellen durften. Nach der Messe ist vor der Messe. Beim nächsten Mal sind wir auch wieder dabei! Sie auch?


Die kommende VDH-Veranstaltung Messe Dortmund ist die „HUND & PFERD 2026“ vom 06. bis 08. November.

Die nächste Dogs&Fun 2027, Messe Dortmund findet vom 21.-23.05.2027 statt.



Und es hat „zooom“ gemacht …

Es war alles ziemlich verrückt: Eigentlich hatte ich Anfang März mit der Läufigkeit gerechnet. Lise fand aber wohl, es sei noch nicht die richtige Zeit. Keine Ahnung. Auf jeden Fall hat sie sich einige Wochen länger Zeit gelassen. Dann aber ging es ihr nicht schnell genug. Bei der letzten Deckung 2025 wollte sie erst am 18. Tag, dieses Mal war es bereits der 12. Tag. Mir ist immer noch etwas schwindelig, von diesem rasanten Tempowechsel. 😉

Wir waren also ziemlich kurz entschlossen am 01. Mai 2026 auf Herrenbesuch und haben den traumschönen Layette´s Silver Lining in Holland besucht. Die beiden fanden sich auf Anhieb sympathisch. Jake wusste sofort, was er wollte. Er hat geflirtet, was das Zeug hält und seinen ganzen Charme spielen lassen. Lise wollte noch ein wenig umworben werden und ließ ihn zappeln.

Nach kurzer Spielzeit, etwas Schmusen und dem obligatorischen Kooikertanz waren sich beide aber dann doch flott einig – und „es“ ist passiert!

Rüde und Hündin „hängen“ zwischen 10 und 20 Minuten (manchmal auch länger) nach der Vereinigung. Sie stehen dann still beieinander und warten, bis sie sich wieder von einander lösen können. Dann ist der Druck raus und beide entspannen sich.
Jake und Lise bei unserem Spaziergang „danach“.

Wir haben am 02.05.2026 Jake noch einmal besucht. Die Nachdeckung hat ruckzuck geklappt. Alles bestens gelaufen!


Abends – waren wir schon längst weg – da Jake stand immer wieder am Fenster und suchte im Garten „sein“ Mädchen. „Lise … wo bist du?“

Am nächsten Tag hatte er immer noch Liebeskummer … schnüff!

Nun erwarten wir hoffentlich Anfang Ende Juni/Anfang Juli unseren E-Wurf im Haus Tusburch. Es werden ganz sicher traumschöne Kooikerwelpen. Wir sind schon super gespannt!

Bitte feste Daumen drücken, dass es geklappt hat 🍀 und dass es eine entspannte Trächtigkeit wird.

Wühltischwelpen – NEIN Danke!

Mit dieser Initiative setzen sich der VDH, die Tierschutzorganisation TASSO, Europas größtes Hundemagazin DOGS und weitere Tierschutzorganisationen ab sofort gemeinsam gegen den Welpenhandel ein. Ziel ist es, die breite Öffentlichkeit und die Politik auf das zunehmende Problem der Welpenmafia aufmerksam und die drohenden Folgen bewußt zu machen.

Schwarzzüchter – oder vielmehr „Vermehrer“ treten mittlerweile häufig sehr professionell auf. Für Ungeübte sind sie nicht so leicht zu identifizieren. Lassen Sie sich nicht hinter´s Licht führen und bleiben Sie wachsam!

Alle Welpen sind süß. Man sieht ihnen nicht an, aus welch‘ schlimmen Verhältnissen sie kommen – auch wenn sie in schicken Verkaufsanlagen angeboten werden.

Diese Tiere haben oft erblich bedingte Defekte, weil häufig Inzestzucht betrieben wird. Diese Hunde sind meist krank, weil sie unter katastrophalen Verhältnissen aufgezogen wurden. Die Mutterhündinnen werden jahrelang unter schlimmsten Haltungsbedingungen ausgebeutet und leiden (anschließend werden sie erschlagen oder anderweitig entsorgt). Die Welpen zeigen vielfach in ihrem späteren Leben massive psychische Störungen und werden oft ihr Leben lang ängstlich und/oder aggressiv.

Jeder Kauf nützt leider nur dem Verbrecher und fördert damit die gewissenlose Schwarzzucht weiter. Bitte unterstützen Sie das nicht!

Alle Bilder habe ich der Internetpräsenz der Initiative entliehen.