Der Ernst des Lebens

Heute waren wir wieder in unserer örtlichen Martin Rütter Hundeschule Moers Duisburg. Wir besuchen grade die Welpengruppe, damit Trudi andere Hunderassen kennen lernt. Außerdem ist es für Welpen wichtig zu erfahren, wie andere Hunderassen kommunizieren und spielen. Grade hier in der Martin Rütter Hundeschule Moers Duisburg gehen sie besonders achtsam mit den Welpen um, tolles Konzept, deswegen bin ich immer wieder gerne dort. Sie achten bei der Zusammenstellung der Gruppen nicht nur auf Alter und Gewichtsklasse der Welpen, sondern auch auf das Verhalten. Ist der Welpe sschüchtern oder eher draufgängerisch? So finden sie für jedes Mensch-Welpe-Team die richtige Gruppe.

Die Stunde läuft in der Regel folgendermaßen ab:

Zunächst sucht man sich ein schönes Plätzchen, gut verteilt am Rand der Wiese, in ausreichend Abstand zum Nachbarn, legt die Hundedecke aus und postiert sich mit seinem Welpen.

Dannach werden reihum alle befragt, wie die letzte Woche gelaufen ist und ob es Situationen gab, wo der Schuh gedrückt hat. Jeder einzelne kann dann schildern, welche Situationen gut gelaufen sind, aber auch wo es noch holperig war und man dem Welpen nicht klar machen konnte, was man erwartet. Der Trainer kennt in der Regel alles, was so passieren kann, manchmal ist aber auch was Neues dabei. Zudem ist ja jedes Mensch-Hund-Team anders und steht vor den eigenen, besonderen Herausforderungen. Hier bekommt der Mensch eingängige Erklärungen, wertvolle Tipps und individuelle Empfehlungen, wie er es in der Folgewoche noch einmal versuchen kann.

Dann folgt das Deckentraining. Der Hund ist noch angeleint, bekommt vom Menschen aber Leckerchen auf die Decke gelegt und mit dem Kommando „Such!“ darf der Welpe das Leckerchen dann suchen und aufnehmen. Während dessen zieht man dem Hund das Geschirr aus, damit sich die Hunde im Freispiel nicht versehenztlich miteinander verhaken. So wird erreicht, dass Mensch und Hund zunächst einmal aufeinander fokusiert sind.

Heute war es wieder richtig klasse! Trudi hat so richtig schön gespielt. In den ersten beiden Stunden war sie noch etwas schüchtern, aber heute ist der Knoten geplatzt.

Auf eins, zwei, zwei einhalb und drei … dürfen die Kleinen dann ins Spiel. Erst sind sie etwas verhalten und vorsichtig. Manch einer ist aber auch schon mutiger und flitzt gleich los. Die Trainer erklären, man solle in der Nähe seines Welpen bleiben und ihm bei Bedarf Schutz bieten, und falls notwendig die Situation klären, bzw. den anderen, aufdringlichen Welpen abhalten, weiterhin den eigenen zu bedrängen. So können die Welpen ganz entspannt ein tolles Selbstbewußtsein entwickeln.

Die dazugehörigen Menschen werden angeleitet, genau zu schauen, ob die Hunde nett spielen, oder sich vielleicht doch eher mobben. Es braucht eine gewisse Erfahrung, das zu unterscheiden. Dies wiederum lernt der Mensch in der Hundeschule.

Nach ein paar Minuten Freispiel sollen die Menschen ihre Welpen zu sich auf die Decke abrufen. Dann werden sie wieder angeleint und es kehrt Ruhe ein. Sollte der eine oder andere noch nicht recht zufrieden sein, weiter spielen wollen und kläfft deswegen herum, soll man den Fuß auf die Leine stellen un dem Hund damit signalisieren, dass nun Ruhe angesagt ist. Man sollen Hund nicht weiter beachten, auch wenn er noch herum zappelt. Dann beruhigt er sich von ganz alleine. Er merkt dann: „Ich bin grade nicht dran.“

Nun – nachdem sich die Welpen ausgepowert haben – folgen die ersten kleinen Übungen. Sitz! Platz! Bleib! Der Trainer geht von Team zu Team, schaut sich die Übung, gibt praktische Tipps und hat auch jede Menge Tricks auf Lager, dass die Übung gut gelingen kann. Nun sind auch die Menschen groggy 😉

Am Ende der Stunde war Trudi fix und alle. Das Spielen und die Übungen waren mächtig anstrengend. „Da soll doch Frauchen weiter zuhören, Ich bin schon mal im Träumeland.“
Wieder zu Hause hat sich Mama Lise mächtig gefreut, dass ihre Trudi wieder da war und eine extra Spielrunde eingebaut.
Danach war sie aber nun wirklich HUNDEMÜDE. 😴 und zwar für den Rest des Tages 😉.

Für Kooiker genau die richtige Vorgehensweise. Sehr empfehlenswertes Konzept.